Angesichts der aktuell rasant ansteigenden Preise für Benzin und Diesel an dieser Stelle noch einmal eine Erinnerung an die Möglichkeit finanzielle Zuschüsse für den Einbau privater Ladestationen zu erhalten: Privatpersonen, Wohnungseigentümergemeinschaften, Wohnungsunternehmen, Wohnungsgenossenschaften und Bauträger können schon seit Herbst vergangenen Jahres auch Förderungen für den beantragen, wie der ADAC meldet.

Die Bundesregierung habe, wie auf der Seite des ADAC weiter zu entnehmen ist, weitere 300 Millionen Euro für den Fördertopf nachgeschossen, und damit die Förderung vorläufig wieder sichergestellt.

Für eine Genehmigung der Fördergelder muss Förderung muss jedoch bestimmte Bedingungen erfüllen, so müssen zum Beispiel, neben anderen Bedingungen, die förderfähigen Ladestationen über eine Normalladeleistung von 11 kW verfügen, und der Strom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien erzeugt werden, darf aber auch zum Teil oder vollständig aus der eigenen Photovoltaik-Anlage bereitgestellt werden. (Quelle: KfW)

Nicht antragsberechtigt für eine Förderung sind nach Angaben der KfW übrigens Unternehmen, welche die Ladestationen für eine gewerbliche Nutzung errichten wollen (z. B. als Kundenparkplätze, zum Laden des Dienstfahrzeuges), sowie auch öffentlich zugängliche Ladestationen, zum Beispiel an öffentlichen Parkplätzen oder in Tiefgaragen von Bürogebäuden, und ein Rechtsanspruch auf den Zuschuss besteht natürlich wie immer nicht, und kann auch nur solange beantragt, solange ausreichend Mittel zur Verfügung stehen.

Bayern aufgepasst: wie der ADAC laut der oben genannten Quelle weiter berichtet, ist die Stadt München bei der Förderung ihrer Ladeinfrastruktur besonders großzügig, so werde im Rahmen des Förderprogramms Elektromobilität die Beratung durch zertifizierte „Berater/innen für Elektromobilität“ mit bis zu 6000 Euro unterstützt.

Wie wir bereits im EnergieNetz Bayern unter Berufung auf einen Artikel der WELT berichtet haben, macht eine verstärkte Förderung der Ladeinfrastruktur angesichts der steigenden Kraftstoffpreise und der dadurch verursachten erhöhten Nachfrage nach Elektrofahrzeugen durchaus Sinn, und könnte sogar vielleicht helfen einen drohenden Kollaps bei der Bereitstellung von Ladestrom für die Elektromobilität zu verhindern.